Das Konzept des Spielmobils
Das Spielmobil gehört zur Stadtjugendpflege und ist seit 1994 in Quickborn unterwegs.
Wir kommen zu dir, dahin, wo du wohnst.
Das Angebot des Spielmobils bestimmst du übrigens mit. Bei den Spielmobilern kannst du auch deine Fragen stellen oder deine Sorgen und deine Kritik loswerden – z.B. was gefällt dir nicht in deiner Umgebung und welche Änderungsvorschläge hast du.
Wir kommen auch an deine Schule – und auch da ist deine Meinung für uns immer wichtig. Schön wäre, wenn uns bald alle Kinder und Jugendlichen in Quickborn kennen.
Eltern finden eine ausführliche Beschreibung des Spielmobil-Konzeptes hier:
"In einer Stunde Spiel kann der Mensch mehr lernen als in einem ganzen Leben Gespräch." (Platon)
Neben der festen Einrichtung der Stadt Quickborn „Haus der Jugend“ hat sich seit 1994 das Spielmobil als mobile Einrichtung der Stadtjugendpflege Quickborn erfolgreich durchgesetzt. Nachdem ich die Konzeption dafür 1993 schrieb, konnte mit Unterstützung des Landesfonds „Schl-Holst. - Land für Kinder“ und des Kinderhilfswerkes Quickborn das Spielmobil am 28.o8.1994 seine Arbeit aufnehmen.
In erster Linie führen wir eine mobile Spielplatzbetreuung durch. Das Spielmobil arbeitet dort, wo die Kinder wohnen „vor Ort“ und hat dabei einen ganz eigenen Zugang zur kindlichen Lebenswelt. Es leistet einen effektvollen und effizienten Beitrag zur Verbesserung der Spiel- und Lebenswelt von Kindern - von Jugendlichen und Familien. Ein wichtiges Ziel ist die Anstiftung zu kooperativem Denken und Handeln mit vielen Partnern, was letztlich zur Vernetzung kommunaler Strukturen führt.
Wir haben an einigen Stellen „ein Stück Straße“ für die Kinder zurückgewonnen und können gemeinsam mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen eine „Kinderöffentlichkeit“ herstellen, womit das Spielmobil zu einem Stück Politik für Kinder und Jugendliche geworden ist. Darüber hinaus ist das Spielmobil zu einer Art „Visitenkarte“ geworden. Wo immer es in der Stadt zu sehen ist, wissen Kinder, Jugendliche oder Erwachsene, dass dort auch jemand zu finden ist, den sie in Sachen Kinder- und Jugendarbeit ansprechen können. Über die Grenzen von Quickborn hinaus ist das Spielmobil im Einsatz, da wir es auch Dritten mit unserer Begleitung zur Verfügung stellen.
Mit der Spielmobilarbeit werden mehrere Dinge gleichzeitig erreicht:
wir wirken dem akuten Bewegungsmangel, der bei Kindern und Jugendlichen herrrscht entgegen, damit verbessern wir die motorischen Fähigkeiten und stärken die Kinder und Jugendlichen.
Beispiel:
Bei Vorsorgeuntersuchungen registrieren Mediziner 5-jährige, die sich nicht mehr bücken und hüpfen konnten, ohne umzufallen. Beim Spielmobil ist das Seilspringen das beliebteste Spiel aller Altersgruppen. Wir konnten feststellen, daß durch spielerisches Üben des Hüpfens, die Kinder nicht mehr umfielen, ihre Fähigkeit steigerten, damit auch ihr Selbstbewusstsein und in anderen Bereichen des Lernens Verbesserungen erzielten.
wir erreichen, dass Kinder und Jugendliche wieder Vertrauen entwickeln. Wir haben Zeit für sie, Zeit zuzuhören, uns ihrer Sorgen und Nöte, ihrer Ängste anzunehmen. Wir nehmen sie ernst und schaffen ihnen Raum. (Untersuchungen haben ergeben, dass 52,2 % aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland einen Hang zum Misstrauen gegenüber Erwachsenen haben – insbesondere gegenüber ihren Lehrkräften).
Spielen kann jeder, somit ist das Spiel eine für alle Kinder- und Jugendliche offen stehende Zugangsmöglichkeit, die niemand ausgrenzt und sich in den letzten Jahren auch immer mehr der Erwachsenenwelt öffnet. Spiel dient der Weiterentwicklung der Persönlichkeit. Wir nutzen den gezielten Einsatz von Spiel ( übrigens auch in Projekten mit Schulklassen o.a. Gruppen, in Aus- und Fortbildungsangeboten oder in der Elternarbeit), um Inhalte zu vermitteln. Spielen ist also nicht nur ein Zeitvertreib, sondern eine wichtige Zugangsweise für ganzheitliches Lernen, sei es in inszenierten Spielräumen, in der Gruppe oder beim Spiel im Alltag. Mit diesem Schwerpunkt in unserer Arbeit können wir die Schule mit dem Schwerpunkt Wissensvermittlung, die sie sich spielerischer Lernmethoden bedient, ergänzen.


